Textgröße
Anmelden

Exkursion ins Museum für Industruiekultur nach Nürnberg

 

Am 25.10.2012 begannen wir am Schwabacher Bahnhof unsere Exkursion ins Museum für Industriekultur nach Nürnberg. Wir, die Klasse 9a2 mit Frau Seif, und die Klasse 9b mit Herrn Reiß, fuhren zunächst mit der S-Bahn und dann weiter mit der Straßenbahn zu unserem Ziel.

 

 


Schon vor der Führung hatten wir die Gelegenheit durch die Ausstellung zu laufen und zeigten uns sehr beeindruckt von den Maschinen und dem tollen Museum. Besonders interessant war es, dass es  dort viele Gegenstände gibt, die man anfassen und ausprobieren kann. So saß fast jeder von uns auf einem alten Motorrad. Unsere Führung zeigte uns zunächst eine Miniaturansicht des Museumsgebietes. Das Gebäude, in dem sich heute das Industrie- und Kulturmuseum befindet, wurde in der Zeit der Industrialisierung als Fabrikhalle von Cramer-Klett genutzt. Dieses Unternehmen ist auch heute noch unter dem Namen MAN bekannt und produziert Teile für LKWs. Anschließend sahen wir den "Adler", die erste Eisenbahn Deutschlands, die 1835 das erste Mal von Nürnberg nach Fürth fuhr.


In der Stadt Nürnberg wurden im 19. Jahrhundert viele Unternehmen gegründet, die teilweise bis heute noch existieren. Neben MAN ist die Bleistiftfabrik Staedtler ein weiteres Beispiel dafür. Uns wurde die damalige Produktionsweise anhand der Bleistiftfabrik erklärt. In der Produktion wurden damals alle Arbeitsschritte von einer Person ausgeführt, sodass ein einziger Arbeiter einen Bleistift fertigte. Dies hatte zur Folge, dass es große Qualitätsunterschiede gab. Im Anschluss daran sahen wir eine riesige Dampfmaschine der damaligen Zeit in Aktion.


Dann hatten wir in Kleingruppen die Gelegenheit das Leben der Arbeiter, ihre Arbeitsbedingungen, ihre Einkaufsmöglichkeiten in Läden und ihre Freizeitaktivitäten näher zu untersuchen und einen Einblick in die damaligen Lebensbedingungen zu erhalten. Die Wohnungen der Arbeiter hatten eine Fläche von 19m² und wurden von zehn oder mehr Familienmitgliedern bewohnt. Ein so beengtes Wohnen ist für uns heute nicht vorstellbar. Es schockierte uns zu sehen, wie wenig Platz es damals gab und dass sich das gesamte Familienleben fast ausschließlich in der Küche abspielte.

Nachdem uns die Situation der Arbeiter hautnah vor Augen geführt worden war, wurde uns noch eine 1000 PS starke Maschine gezeigt. Wir waren sehr beeindruckt, als wir diese in Aktion sehen durften. Im Anschluss hatten wir noch die Möglichkeit uns ein wenig in der Motorrad- und Fahrradausstellung umzuschauen, mit alten Schreibmaschinen zu schreiben und ein altes Kino zu besuchen. Doch dann hieß es, nach unserer interessanten Exkursion mit vielen bleibenden Eindrücken  wieder nach Hause zu fahren.


Michael Fricke, 9A2

Login