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Gegen das Vergessen – Veranstaltung der Hermann-Stamm Realschule Schwabach

Herr Pfr. i. R. W. Strekies liest aus den Aufzeichnungen von Zeitzeugen der NS DiktaturZeitzeugen - Menschen,  die die NS Diktatur und ihre Auswirkungen selbst erlebt haben -  gibt es nicht mehr viele. Deshalb war es ein wichtiges Ereignis, mit Pfr.i.R. Strekies einen Mann erleben zu dürfen, der sich intensiv mit einem Zeitzeugen, Michael Haid, einem Schneider aus Simmelsdorf/ Hüttenbach beschäftig hat.

Gut 250 Schüler der 9. Und 10. Klassen der Hermann-Stamm Realschule lauschten den Ausführungen von Herrn Strekies am Dienstag, den 26. März 2019. Im Rahmen einer Veranstaltung "Schule gegen Rassismus" mit dem Gedanken "Gegen das Vergessen – Wer nie sein Brot mit Tränen aß" erzählte W. Strekies, wie er Michael Haid kennenlernte und dieser ihm seine Aufzeichnungen über sein Erleben zur Verfügung stellte. Gedanken zur Weltanschauung der Nationalsozialisten und deren Umgang mit Euthanasie wechselten sich ab mit Abschnitten aus dem Buch "Wer nie sein Brot mit Tränen aß", dessen Herausgeber W. Strekies wurde. Auch auf  Schwabacher, welche im KZ Dachau und im Gefängnis Nürnberg waren, wie beispielsweise Hermann Thürauf und Hans Hocheder, ging der Referent zu Beginn seines Vortrages ein.

250 Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klassen lauschten gebannt Herrn Strekies' VortragSehr berührt waren die Schüler von den Schilderungen, weswegen Menschen zur Zeit des Nationalsozialismus als politische Gefangene inhaftiert wurden, sowie den anrührenden Erzählungen des Michael Haid, als von der Hilfsbereitschaft der vielen Menschen um ihn herum die Rede war. In dem Buch finden sich viele Begebenheiten, wo Betroffene und andere Menschen trotz des Wissens um die Gefahr für ihr eigenes Leben Inhaftierten und auch Michael Haid beistanden. Desgleichen wurde berichtet, wie Haid durch sein beherztes Handeln einen jüdischen Mithäftling und einen behinderten Mann vor dem sicheren Tod bewahrt hat.

Strekies rief in Erinnerung, dass es in unserer  Gesellschaft immer noch und auch gerade wieder verstärkt Stimmen gibt, die meinen, es gäbe Menschen, die auf Grund ihres Glaubens oder ihrer Herkunft weniger wert sind als andere. Es steht in der Verantwortung der jetzigen Generation, dafür zu sorgen, dass sich solche schlimmen Taten nicht wiederholen. In diesem Sinne war die Veranstaltung mit Herrn Strekies, welcher derartige Lesungen gerne und ehrenamtlich macht, ein wichtiger Beitrag zu den Themen Rassismus und Courage und ein Zeugnis darüber, wie ein Mann aus der näheren Umgebung sich und anderen die Menschenwürde erhalten konnte.

Das Buch "Wer nie sein Brot mit Tränen aß"  hrsg. W. Strekies , Fahner Verlag ist im Buchhandel erhältlich:  ISBN 978-3-942251-34-1

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