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Der Weimarer Kultur-Express an der Hermann-Stamm-Realschule mit dem Theaterstück "Mobbing"

Theaterstück thematisiert MobbingAm Montag, dem 27. Mai 2019, gastierte der Weimarer Kultur-Express an der Hermann-Stamm-Realschule mit dem Theaterstück "Mobbing – wenn Ausgrenzung einsam macht" von Katrin Heinke. Authentisch vorgespielt erlebten die 7. Klässler ein Stück über Macht und Ohnmacht in einer Situation, in die jeder hineinschlittern könnte.

Die Aufführung setzt ein mit dem Beginn eines neuen Schuljahres in einer neu zusammengewürfelten Klasse. Durch Zufall setzen sich Franziska und Laura nebeneinander. Während die eine attraktiv ist und sehr selbstsicher wirkt, verhält sich das andere Mädchen eher still und konzentriert sich voll und ganz auf ihre schulischen Leistungen.

Theaterstück thematisert MobbingAuch das Elternhaus der beiden Teenager kann unterschiedlicher nicht sein. Auf der einen Seite herrscht fehlende Anerkennung, mangelnde Grenzsetzung und Übertoleranz gegenüber der Tochter, auf der anderen Seite sorgt die allzu große Fürsorge der Eltern dafür, dass das eigene Kind nie lernte, sich durchzusetzen und sich für alles Fehlgelaufene schuldig fühlt.

Dies alles führt unweigerlich zu Spannungen, die keines der beiden Mädchen lösen kann. Die zunächst harmlosen Neckereien zwischen den Schülerinnen beginnen sich im Verlauf des Schuljahres zu Psychoterror hochzuschaukeln. Aus Mobbing wird Cybermobbing. Dadurch wird Lauras Selbstvertrauen zerstört, was tragische Konsequenzen hat.

Theaterstück thematisiert MobbingUnweigerlich stellen sich mit diesem Stück die Fragen, wie man zum Mobbing-Opfer wird und was Menschen dazu bringt, einen anderen fertig zu machen. Auch die Rolle der Außensteheden ist dabei zu beachten. Greifen sie ein, sehen sie weg oder unterstützen sie die Schikanierungen. "Mobbing" ist eine solche Geschichte, die über die Entstehung und Folgen ständiger Ausgrenzung erzählt. Leider ist dieses Thema ständig aktuell und durch alle Altersklassen und sozialen Schichten immer wieder zu finden.

Deshalb sollte dieses Theaterstück an unserer Schule als Präventionsmaßnahme und auch als Denkanstoß für die Jugendlichen dienen, damit an der Hermann-Stamm-Schule weiterhin ein Schulbesuch ohne Ausgrenzung und Schikanierung möglich ist. Um dies den 7. Klässlern nochmals vor Augen zu führen, fand im Anschluss an das Theaterstück noch ein Gespräch mit den Jugendlichen über dieses Thema statt, das die beiden Schauspielerinnen leiteten.


Text: Ursula Schnurrer

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