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Motivationstraining für Schüler der 8., 9. und 10. Jahrgangsstufe an der Herrmann-Stamm-Realschule

Tricks um den inneren Schweinehund zu überlisten: Stift zwischen die Zähne klemmen oder die Arme zum Jubeln hochreißenViele Schüler kennen das Gefühl gerade nach den Ferien: die Schule geht los, täglich muss man wieder früh raus aus den Federn, kann seine Zeit nicht mehr frei einteilen, stattdessen ist der Tag vormittags in 45-Minuten Einheiten eingeteilt, in denen man sich für die verschiedensten wissenschaftlichen Erkenntnisse interessieren soll, die manchen Jugendlichen hin und wieder sehr weit von ihren alltäglichen Anwendungsmöglichkeiten entfernt scheinen. Auch Eltern kennen die zähen Diskussionen, wenn sie ihre Sprösslinge dazu bewegen sollen auf ein Treffen mit der Clique zu verzichten, um stattdessen für eine Schulaufgabe zu lernen. Wenn man dann auch noch unmotiviert und gelangweilt an die Sache herangeht, verschwendet man viel Zeit und Energie, die unnötig verpufft.

Wie kann ich mein Gehirn beim Lernen körperlich und mental fördern, damit die Zeit optimal genutzt wird und so viel wie möglich am Ende auch hängen bleibt? Und wie fällt mir das Schreiben einer Prüfung leichter, damit ich all das Gelernte auch wieder optimal abrufen kann? Diesen Fragen stellten sich die SchülerInnen der 8., 9. und 10. Jahrgangsstufe an vier Vormittagen in einem Vortrag im Medienraum der Herrmann-Stamm-Realschule.

In der Trainingseinheit, welche durch Mentalcoach Susanne Seitz durchgeführt wurde, setzten die SchülerInnen sich mit zahlreichen Methoden auseinander, die ihre Aufnahmefähigkeit positiv beeinflussen kann und wurden zudem über Stolperfallen informiert, die ihren Lernfortschritt mindern können. Beispielsweise ist es sehr wichtig, vor dem eigentlichen Lernen zunächst einmal "den Computer hochzufahren". Das Gehirn muss zunächst aktiviert werden, bevor es mit Informationen gefüttert wird. Hierbei kann es hilfreich sein, auch wenn es eventuell anfangs recht ungewohnt klingen mag - den Stift zwischen die Zähne zu klemmen und breit zu grinsen, da durch die Muskelaktivität im Gesicht die Hirnströme aufgeweckt werden. Auch das Hochreißen der Arme - als würde man über ein Tor beim Sport jubeln – und ein motivierender Ruf wie "Yeah" bevor man sich an den Schreibtisch setzt - kann hilfreich sein. Für Bewegungsmuffel, die sich diesen körperlichen Überlistungstrick nicht zutrauen, ist es auch nützlich, sich das Ziel klar vor Augen zu führen und dieses positiv zu besetzen. Statt Vermeidungsstrategien wie "Ich möchte keine Fünf haben" sollte man sich denken "Dieses Mal möchte ich eine Vier schaffen".

Zudem ist es wichtig, sich bewusst zu machen, was für ein Lerntyp man ist. Es gibt visuelle LernerInnen, die sich leichter tun, wenn sie den Lernstoff optisch aufbereiten, z.B. durch farbige Mindmaps. Eine Methode jedoch, die auditiven Lernern wenig bringt, da diese Informationen besser behalten, wenn sie sie hören, beispielsweise vor sich hersagen und anderen im Anschluss erklären. Natürlich ist es auch wichtig, auf regelmäßige Entspannungsphasen zu achten und nach ca. 20 Minuten Lernzeit eine kurze bewegte Pause (kein Computerspiel!) einzulegen, damit das Wissen sich auch verankern kann.

Abgerundet wurde der vielseitige Vortrag noch durch einen interessanten Film, der zeigte, wie oft wir uns das Leben durch negative Denkansätze unnötig schwer machen und wie leichter uns allen die alltäglichen Hürden fallen, wenn wir mit einer etwas positiveren Grundhaltung an diese herangehen.

Ein herzlicher Dank ergeht an die Mitglieder des Elternbeirats und des Fördervereins, die den Vortrag durch ihre finanzielle Unterstützung erst ermöglichten. Da die Schule diese Art der Veranstaltung zum ersten Mal durchgeführt hat und die Resonanz der Schüler durchwegs positiv war, plant die Hermann-Stamm-Realschule auch im nächsten Schuljahr wieder derartige "Motivationstage" durchzuführen.

M. Skronn

EBR News

Nächster Sitzungstermin:

Donnerstag, 22. 6. 2017,

19.00 Uhr, Reguläre Sitzung in der Realschule.

 

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