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Mo Asumang und das Tai-Chi gegen Hass und Gewalt

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Am Mittwoch, den 4. Mai 2022, hatten die Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse der Hermann-Stamm-Realschule Schwabach die Ehre, Mo Asumang in der Schule begrüßen zu dürfen. Die Botschafterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes setzt sich seit Jahren aktiv gegen Fremdenhass ein. Bekannt ist die Moderatorin und Filmregisseurin unter anderem für ihre preisgekrönte Dokumentation „Die Arier“, in welcher sie Veranstaltungen der NPD trifft, mit prominenten Vertretern der Neonazis in Deutschland und den USA redet und sogar den Mut findet, nachts Mitglieder des Ku Klux Klans zu interviewen.

Brisant dabei ist, dass sie selbst einen aus Ghana stammenden Vater hat, der in den Augen dieser Menschen als „rassenfremd“ bezeichnet und behandelt werden würde.

Nachdem Herr Schöpp sie mit der Darstellung ihrer vielseitigen Berufe begrüßte, präsentierte die Moderatorin und Filmregisseurin zunächst ihre Dokumentation und stellte sich anschließend den interessierten Fragen der Jugendlichen. Da in der 9. Jahrgangsstufe das Thema Nationalsozialismus ein Schwerpunktthema im Geschichtsunterricht ist, war es für die Jugendlichen unter anderem interessant zu erfahren, dass die geläufige Vorstellung eines „Ariers“ – groß, blond, blauäugig – nicht der eigentlichen Bedeutung des Wortes entspricht. Ursprünglich handelte es sich um eine Sprachgemeinschaft aus dem iranischen-indischen Raum.  Mit für die Jugendlichen nachvollziehbaren Bildern erklärte Mo Asumang außerdem Methoden, die oft durch Rechtsradikale angewandt werden, um Hass zu säen und neue Anhänger zu finden.

„Wenn du so jemandem sagen würdest „Ich habe Angst vor einem Monster unter meinem Bett!“, dann würde er dich nicht beruhigen. Er würde sagen: „Eins? Da sind sogar drei!“

Zu betonen, dass Angst in diesem Zusammenhang ein besonders schlechter Berater sei, war Mo Asumang abschließend ein besonderes Anliegen. Das gelte für sie auch über das Thema Rassismus hinaus. Damit Ängste bekämpft werden können, sei es wichtig, sich mit ihnen konstruktiv auseinanderzusetzen. Wie das möglich sein kann, hat sie mit ihrem Dokumentarfilm und ihrem Besuch in der Schwabacher Realschule eindrücklich gezeigt.

 

Jennifer Schlegel

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