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Zusammen wachsen

Hauptkategorie: ROOT Kategorie: Projekte

Dieses Motto der Hermann-Stamm-Realschule findet im Kunstunterricht zu Beginn des Schuljahres praktische Anwendung:

Was passiert, wenn ein Bild nicht alleine gestaltet wird?

In verschiedenen Sequenzen versuchen die Schüler und Schülerinnen sich an Aufgabenstellungen, die das gemeinsame Arbeiten in den Vordergrund stellen.

In einer Kunststunde lernt ein Teil der Klasse 8d ein Zufallsverfahrensspiel kennen, das schon die Künstler des Dadaismus im frühen 20. Jahrhundert anwendeten: das Zeichnen gemeinsamer Knickbilder.

Eine(r) beginnt den Kopf eines Wesens zu zeichnen und knickt diesen Teil der Zeichnung so um, dass der nächste Zeichnende diese nicht sehen kann, nur eine Andeutung für den nächsten Teil des Körpers wird gemacht, damit man weiß, wo man weiterzeichnen muss. Die Zeichnung wandert nach diesem Prinzip durch die Klasse, bis dem Wesen Füße gezeichnet werden. Dann darf das gemeinsam entstandene Bild aufgefaltet werden und gestaunt werden, was hier gewachsen ist: fantastische Zufallswesen, die man sich alleine so vielfältig niemals hätte ausdenken können.

Eine weitere Sequenz, die den Prozess des gemeinsamen Zeichnens in den Vordergrund stellt, folgt dem Konzept des sogenannten Sumi-Art-Clubs:

Dieses spannende kooperative Vorhaben wurde von Sarah Rara und Lukas Fischbek ins Leben gerufen. Sie gründeten 2005 in Los Angeles den Sumi Ink Club.
Die beiden stellten große Zeichenflächen, tiefschwarze Sumi-Tinte und Pinsel bereit. Alle Menschen waren eingeladen, mitzumalen und währenddessen ins Gespräch zu kommen. Die Idee des Sumi Ink Clubs verbreitete sich rasch und so finden sich heute in der großen Bildersammlung Gemeinschaftswerke aus aller Welt.

Ob bei der Klasse 5c oder in der Kunstzweigabschlussklasse 10cd/d: die riesigen Gemeinschaftsarbeiten mit schwarzer Farbe und Pinsel haben die neu zusammengesetzten Klassen über das gemeinsame Gestalten der Bilder ins Gespräch kommen lassen: sich absprechen, aufeinander eingehen, etwas durch das Gezeichnete über den oder die andere erfahren, dies sind Erfahrungen, die sehr schnell gemacht werden können, wenn man gemeinsam ein solch großes Werk, das kaum ausgebessert werden kann, gestaltet.  

 

Eva Lindner-Kirsten

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