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Schüleraustausch mit Frankreich, April 2011

Los geht's! Um 20 Uhr abends,  am 5. April, startete ein kleiner Teil der Klasse 9cd und der Großteil der Klasse 8c mit ihren Französischlehrerinnen, Fr. Schraud und Fr. Schuh, nach La Haye du Puits/Frankreich. Nach der 14 stündigen Fahrt erwartete die 25 Schüler/innen erst einmal ein herzliches "Bienvenue" der Direktorin und die Einweisung in die Schule. Anschließend wurden sie von Ihren Gasteltern abgeholt und verbrachten den restlichen Tag im neuen Zuhause.

Am Tag darauf, Donnerstag, wurden die Schüler in kleine Grüppchen unterteilt und so in verschiedenen Klassen auf Französisch unterrichtet. Nach diesen sehr ungewohnt langen Stunden (jeweils 55 min die Stunde und 5 min Wegzeit dazwischen) wartete das Rathaus schon auf die deutsche Gruppe.

Der Bürgermeister empfing die jungen Deutschen sehr freundlich und erzählte ein wenig über die Gemeinde. Es wurden Fotos gemacht und frischer, für die Normandie typischer, Apfelsaft getrunken. Nachdem es schon Mittag war, bekamen die Schüler Hunger und sie aßen gemeinsam mit ihren "corres" in der Schulkantine. Am Nachmittag  ging der Ausflug in das "Château fort de Pirou" - zu Deutsch: Burg von Pirou – das uns sehr lustig von einem Führer gezeigt wurde. Er erklärte so anschaulich, dass die Führung auf Französisch stattfand und unsere Lehrerinnen nur gelegentlich helfen mussten.

 

Am Freitag ging es zum berühmten "Mont-Saint-Michel", wo die Schüler dieses Jahr "nur" eine Führung mit Audioguides durch das alte Kloster und dessen Anlagen genossen. Anschließend blieb noch Zeit, um einen Zwischenstopp in Granville einzulegen, um das schöne Wetter am Strand zu genießen oder zu "shoppen".Das Wochenende verbrachten die Gäste bei Ihren Familien, um sich den über den Alltag und die Gewohnheiten zu informieren. Viele Ausflüge wurden unternommen, da uns das Wetter mit sommerlichen Temperaturen verwöhnte.

 

Am Montag wurde das "Château de Falaise" besichtigt, das von "Guillaume le Conquérant" gegründet wurde. Aufgrund der teilweisen Zerstörung wurde es restauriert und die neuen Bauteile bewusst modern gesetzt. Nach einem kurzen Picknick ging es in das "Automatenmuseum",  in dem es Puppen gab, die sich wie Roboter bewegen konnten, was – wie sich alle einig waren - der perfekte Schauplatz für einen erstklassigen Horrorfilm wäre.


Am Dienstag nahmen wir in der ersten und zweiten Stunde am Unterricht teil. Nach der Pause besuchten wir die "Fromagerie Réo", in der der bekannte Rohmilchkäse hergestellt wird, aber auch Butter, Quark und Sauerrahm. Für einige war die Luft "nicht ganz so genießbar", doch nach gemeinsamen Mittagessen in der Kantine kam es noch viel schlimmer: der Busfahrer "Karl" fuhr uns in eine Austernzüchterei! Es wurde erklärt wie die Austern gezüchtet werden, und dass sie alle mindestens drei Jahre alt sind,  bevor sie zum Verkauf freigegeben werden. Man konnte die rohen Austern auch kosten, was sich viele nicht nehmen ließen und somit herausfanden, ob ihnen Austern schmecken.


Am letzten Tag in Frankreich wurde der Wochenmarkt besucht, der so ähnlich wie der deutsche Markt an Kirchweihen oder am Marktsonntag ist. Nach einem tränenreichen Abschied fuhr der Bus um 15:00 Uhr Richtung Paris, wo noch ein großes Highlight wartete. Auf einem Boot, das seine Anlegestelle direkt am Eiffelturm hatte, wurden auf der Seine einige große Sehenswürdigkeiten entdeckt und sofort fotografiert. Nach einer Stunde war das Spektakel vorüber und man musste sich nun endgültig von Frankreich verabschieden.

Sandra & Thorsten

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