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Der Amnesty-Briefmarathon 2022

„Falls du glaubst, dass du zu klein bist, um etwas zu bewirken, dann versuche mal zu schlafen, wenn eine Mücke im Raum ist.“ (Dalai Lama) 

Klein kann sich jeder von uns momentan fühlen, wenn man die täglichen Nachrichten sieht. Mitten in Zeiten, in denen sich plötzlich überwunden geglaubte Gräben zwischen ganzen Nationen auftun, erscheint es manchmal, als könnten wir alle nur Statisten der Weltpolitik sein.

Und richtig: Wenn eine Mail an eine Regierung, einen General, einen Gefängniswärter geschickt wird, wird sie vermutlich ungelesen im Spam-Ordner landen. Tausende Nachrichten, Briefe, Aufrufe für die Einhaltung der Menschrechte können aber nicht ignoriert werden.

Amnesty International startete daher in der Weihnachtszeit wieder einen Briefmarathon und bot eine Plattform, auf welcher wir zusammen als Schule aktiv werden konnten. So wurden die Schicksale verschiedener Menschen vorgestellt, die auf Grund ihres Kampfes für Freiheit und Menschenrechte in Not geraten sind. Gerade im Schatten der Kritik bezüglich der vergangenen Fußball-Weltmeisterschaft hatten wir entschlossen, uns an dieser Aktion zu beteiligen. Aus drei Geschichten konnten unsere Schüler wählen und zusammen mit ihren Lehrkräften Protestbriefe an Verantwortliche schicken sowie den betroffenen Personen über uns direkt ermutigende Nachrichten, Bilder, gute Wünsche oder Gebete malen und schreiben.

Wir freuen uns mitteilen zu können, dass dabei über 230 Briefe entstanden, die nun an Amnesty International weitergeleitet wurden. Das Schöne: Amnesty International war mit dieser Aktion in der Vergangenheit bereits mehrfach erfolgreich! Vielleicht kann diesmal auch unser Schreiben für die Freiheit einen kleinen Teil beitragen.

Eva Müller, Jennifer Schlegel

 

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