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Berufsprojekt "Chancen in Franken"

Am Freitag vor den Faschingsferien besuchte die Projektleiterin vom Institut für Talententwicklung GmbH, Nürnberg, Frau Mause-König, zusammen mit dem Nürnberger Steuerberater Herrn Schäfer und dem Direktor der Nürnberger "International Business School" Herrn Nau die Staatliche Realschule Schwabach, um den Schülern die Projektarbeit "Chancen in Franken" vorzustellen. Die beiden Herren hielten unter der Moderation des Beratungslehrers der Realschule, Herrn Seifert, vor den neunten und zehnten Klassen einen Vortrag über deren zukünftige Chancen, über Möglichkeiten der Weiterbildung und den derzeitigen, sich verschärfenden Fachkräftemangel in Deutschland.

Diese Vorträge waren Teil der Vorbereitugen, die seit dem Sommer 2008 angestrengt werden, um die Jugendlichen für die Berufsbildungsmesse "Chancen in Franken" am 15. Juli 2009 in der Fürther Stadthalle vorzubereiten. Eine Fortsetzung wird  am 21. April 2009 unter Leitung von Frau Mause-König und Frau Quetting in der Realschule Schwabach stattfinden. Eine weitere Absicht bei diesem Vorhaben liegt darin, den Anteil der Schüler/innen in den zehnten Klassen zu erhöhen, der sich bereit findet, gleich nach dem Besuch der Realschule eine Fachoberschule im Großraum zu besuchen, um sich die Möglichkeit eines Hochschulstudiums mit besseren Bewerbungschancen zu erarbeiten.

Vor allem wurde den Jugendlichen durch Herrn Nau deutlich gemacht, dass ein höherer Bildungsabschluss in Deutschland, das in einem globalisierten Wettbewerb steht, Vorteile bringt.

Herr Schäfer, berichtete den Schülerinnen und Schülern von seinem bemerkenswerten beruflichen Aufstieg vom "Feuchter Realschüler" zum selbstständigen Steuerberater. Als er sich 1978 die Frage stellte, die sich viele Jugendliche heute auch stellen, welchen beruflichen Weg er einschlagen sollte, hatte er zunächst keine all zu genaue Vorstellung. Durch Zufall geriet er dann an eine Nürnberger Steuerkanzlei, bei der er seine Ausbildung zum Steuerfachangestellten begann. Da er sich in dieser Zeit das Ziel setzte, selbst auch Steuerberater zu werden, besuchte er nach der dreijährigen Ausbildungszeit die Nürnberger BOS, um dort sein Abitur nachzuholen und danach auf der Ohm-Fachhochschule zu studieren. Nach dieser langen Zeit schickte er eine große Anzahl Bewerbungen weg, aber aufgrund seines "relativ hohen" Alters zunächst ohne Erfolg. Später arbeitete er in Leipzig und München.

Wegen dieser wichtigen Erfahrungen konnte sich Herr Schäfer vor einigen Jahren als Steuerberater selbstständig machen und führt jetzt in Nürnberg seine eigene Steuerkanzlei. Eine solide Allgemeinbildung, gepaart mit weit gefächerten Interessen, und dem aktuellen Wissen der Zeit sind für die Bewerber sehr wichtig, um Erfolg zu haben. Ferner, so führte er treffend aus, soll sich ein Bewerber klare begriffliche Vorstellungen davon machen, womit er sich in den nächsten Jahre intensiv beschäftigen möchte, zum Beispiel in diesem Fall mit "Steuern". Diese klare Zielvorstellung setzt dann die nötigen Energien zum Durchhalten dieses anspruchsvollen Ausbildungsweges frei.

Insgesamt verdeutlichten diese beiden Vorträge den Jugendlichen, dass es sich lohnt, sich möglichst früh Gedanken darüber machen, wohin die "Berufsreise" gehen soll. Arbeitgeber sind gerade heute immer mehr an möglichst hoch qualifizierten Schulabschlüssen möglichst junger Bewerber interessiert, so dass diese einen "geradlinigen" Lebenslauf vorweisen können. Am Ende der Vorträge wurde verabredet, dass neben dem heutigen kaufmännischen "Standbein" auch ein zweites, den gewerblich-technischen Bereich und dessen Anforderungen in den Naturwissenschaften betreffend, geschaffen werden soll. Diese Veranstaltung soll ebenfalls in den Räumen der Schwabacher Realschule stattfinden und zu gegebener Zeit wird darüber berichtet werden.

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