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Schülerinnen und Schüler unserer Schule nehmen am "Hightech-live!-Camp" teil

Schüler/innen der Hermann-Stamm-Realschule beim Hightech-live!-CampZum vierten Mal in Bayern. In Mittelfranken zum zweiten Mal in der Region Schwabach. Vier Mädchen und sechs Jungen aus Schwabach, dem Landkreis Roth und Nürnberg im Alter von 13 bis 15 Jahren haben am zweiten "Hightech-live!-Camp" des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft (BBW) im Bezirk teilgenommen.  Bei den Schwabacher Unternehmen Niehoff und Brema hat die Gruppe zehn Modell-Solarautos gefertigt. Die beiden Firmen haben die Aktion erstmals selbständig auf die Beine gestellt.

Anlässlich der Abschlussveranstaltung präsentierten die Gruppe ihre Produkte: Alle Teilnehmer hatten jeweils ein Miniatur-Fahrzeug gebaut, das per Sonnenlicht mit zwei Geschwindigkeitsstufen fährt. Der Clou dabei: Jedes Auto hat ein symbolisches Nummernschild, das mit Schwabacher Blattgold überzogen ist. Entstanden sind die kleinen Flitzer in einwöchiger Arbeit bei den Schwabacher Unternehmen Niehoff und Brema. Dort sind die Kids von Azubis und Ausbildern unterstützt worden. Zugleich konnten sie Einblick in die Produktion der beiden Unternehmen gewinnen. Während der Woche wohnten die jungen Techniker ganz professionell  wie eine echte Projektgruppe gemeinsam in einem Schwabacher Hotel.

Hintergrund der Aktion des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft (BBW) ist, den Nachwuchs für Technik zu begeistern und als Fachkräfte von morgen zu motivieren. "2020 werden in Bayern 230 000 Fachkräfte fehlen", sagte Marc Hilgenfeld, Geschäftsführer des Verbands der bayerischen Metall- und Elektroarbeitgeber in Mittelfranken (VBM), der das Projekt gemeinsam mit dem Bayerischen Wirtschaftsministerium gefördert hat. Gregorio Robertazzi, Personalleiter bei Niehoff, und Brema-Geschäftsführer Christian Schuster begrüßten die Aktion und sahen in ihre eine geeignete Form, mehr Azubis für technische Berufe zu begeistern. "Wir bilden jährlich  Werkzeugmacher aus und haben dafür jüngst niemanden gefunden", schilderte Schuster die Lage bei Brema. Für die Stellen als Industriekaufmann aber gebe es immer ausrecihend Bewerbungen. Robertazzi hob die breite Vermittlung von Kompetenzen durch das Camp hervor. "Dort werden auch Methodenkompetenz und Teamfähigkeit gefördert", erklärte er.

Alle Teilnehmer/innen und Betreuer; Foto: Robert SchmittDas wurde bei der Veranstaltung im Niehoff-Konferenzsaal ebenfalls deutlich. In Zweier-Gruppen erläuterten die zehn Camp-Teilnehmer per Beamer-Präsentation jeweils einen Teil des Planungs- und Produktionsprozesses. Linus B. , Yanik P.  und  Fiona F. aus Schwabach, Adrian G. aus Abenberg, Saskia P. aus Kottensdorf, Eva H. aus Rohr, Max J. , Jahem S. und Miguel H. aus Nürnberg sowie Dilara C. aus Oberasbach zeigten, dass sie während der Woche auch gelernt haben, Technik samt Fachsprache allgemeinverständich zu erklären. "Die Azubis der beiden Firmen haben uns sehr geholfen", hieß es. Markus Hindelang gab das Kompliment zurück. "Alle waren engagiert und verständig", sagte der Niehoff-Ausbildungsmeister. Das Zertifikat als Beleg für die Teilnahme macht sich gewiss bei jeder Bewerbung gut.

Das "Hightech-live!-Camp" ist vom BBW vor vier Jahren als Teil der Bildungsinitiative "Technik - Zukunft in Bayern" ins Leben gerufen worden. Jährlich findet eine ausgewählte Veranstaltung in einem Bezirk Bayerns statt. Die Auswahl der Region und der Firmen erfolgt über den VBM und die lokalen Arbeitskreise SchuleWirtschaft. Für Schwabach und den Landkreis Roth ist bereits vor der erstan Auflage 2015 in einer Projektgruppe das zu fertigende Werkstück entwickelt worden. Organisation und Betreuung bei der Teilnehmerauswahl sowie der Durchführung hat das BBW übernommen. Dazu wurden alle Mittel- und Realschulen angeschrieben. Unter den 19 Interessenten sind nach einem eigenen Bewerbungsverfahren zehn Teilnehmer ausgewählt worden.

Begonnen hat die Camp-Arbeit  2013 in der Oberpfalz. 2014 folgte Schwaben. Das BBW versteht das Camp in jedem Bezirk als Pilotprojekt, das von den Firmen selbständig weitergeführt werden soll. In Schwabach war das in diesem Jahr der Fall. Niehoff und Brema organisierten das Camp selbständig nach dem Vorbild aus dem jüngst vergangenen Jahr. "Dabei stehen wir natürlich immer als Berater und Unterstützer zur Verfügung", hieß es von Seiten des BBW. Weitere Infos unter www.tezba.de.

Bericht: Robert Schmitt

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