Ritter, Lagerfeuer und jede Menge Gemeinschaft – Die Kennenlerntage der 5. Klassen

Im März hieß es für unsere fünften Klassen: Schulranzen zusammenpacken, Klassenzimmer verlassen und ab ins Mittelalter! Für jeweils drei Tage verbrachten die Schülerinnen und Schüler ihre „Kennenlerntage“ gemeinsam mit ihren beiden Klassenleitern auf der Burg Trausnitz und konnten dort Geschichte nicht nur hören, sondern hautnah erleben.

Das abwechslungsreiche Programm bot zahlreiche Möglichkeiten, in das Leben vergangener Zeiten einzutauchen. So wurden Kerzen gezogen, Brot gebacken und die Burg erkundet. Besonders spannend war für viele die Fackelwanderung in der Dunkelheit, bei der die alten Gemäuer eine ganz besondere Atmosphäre ausstrahlten. Anschließend wartete bereits das Lagerfeuer, an dem gemeinsam Stockbrot gebacken wurde – ein echtes Highlight für die jungen Burgbewohnerinnen und Burgbewohner.

Neben den mittelalterlichen Aktivitäten stand vor allem das weitere Kennenlernen im Mittelpunkt. Schließlich sollen aus vielen einzelnen Schülergruppen der Grundschule nun starke Klassengemeinschaften ohne Mobbing und Ausgrenzung werden. Dazu trugen auch die großen Gemeinschaftsräume bei, in denen teilweise alle Jungen beziehungsweise alle Mädchen einer Klasse gemeinsam untergebracht waren. Das Ziel war klar: Niemand sollte außen vor bleiben, sondern alle sollten sich als Teil der neuen Gemeinschaft fühlen.

Passend zum mittelalterlichen Ambiente war während des Aufenthalts auch „Digital Detox“ angesagt. Da viele Kinder noch gar kein eigenes Smartphone besitzen und die gemeinsame Zeit bewusst im Vordergrund stehen sollte, wurden Nachrichten nicht per WhatsApp verschickt, sondern ganz klassisch auf Postkarten geschrieben. So fanden die Grüße ihren Weg nach Hause – zwar etwas langsamer, dafür aber umso persönlicher.

Natürlich durfte auch die Bewegung nicht zu kurz kommen. Bei verschiedenen Kooperationsspielen waren Teamgeist, Kommunikation und gegenseitige Unterstützung gefragt. Wer danach noch genügend Energie hatte, konnte sich auf dem nahegelegenen Fußballplatz austoben und beim gemeinsamen Kicken zeigen, dass Teamarbeit nicht nur im Klassenzimmer wichtig ist.

Ob bei all den Erlebnissen und den vielen Gesprächen am Abend tatsächlich immer sofort Ruhe einkehrte, bleibt wohl das kleine Geheimnis der Burg. Fest steht jedoch: Die Kennenlerntage haben ihren Zweck erfüllt. Neue Freundschaften wurden geknüpft, bestehende Kontakte vertieft und die Klassengemeinschaft gestärkt.

Nach drei erlebnisreichen Tagen kehrten die Schülerinnen und Schüler zwar müde, aber voller Eindrücke zurück. Zum Glück standen die Osterferien bereits vor der Tür, sodass genügend Zeit blieb, sich von den Abenteuern auf der Burg zu erholen – und vielleicht noch von der einen oder anderen kurzen Nacht.

K. Prowinsky-Prell, RSKin (Jahrgangsstufenbetreuerin)

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